Kraichtal (sn). Der Einladung zu einer Informationsveranstaltung am Montag, 09.07.2018, über die aktuelle Situation an der Grundschule Landshausen waren rund 60 Zuhörer, darunter auch die Lehrkräfte der Grundschulen von Landshausen und Menzingen sowie die Elternvertreter beider Schulen, in die Mehrzweckhalle Landshausen gefolgt. Das Podium war mit der leitenden Schulamtsdirektorin, Elisabeth Groß, der Schulrätin, Ina Berger, dem geschäftsführenden Rektor der Kraichtaler Schulen, Matthias Fuchs, der kommissarischen Rektorin der Grundschule Menzingen mit Außenstelle Landshausen, Anja Hendriks, Bürgermeister Ulrich Hintermayer und Hauptamtsleiter Reinhard Neudeck bestmöglich besetzt, um auf alle Fragen eingehen zu können.

Nach einleitenden Worten von Bürgermeister Ulrich Hintermayer zeigte die Leiterin des Staatlichen Schulamtes, Elisabeth Groß, die Situation an der Grundschule Landshausen für das kommende Schuljahr 2018/2019 auf. Danach wird die Zahl der Schüler voraussichtlich auf 27 Kinder sinken. Dies hat zur Folge, dass nach dem Organisationserlass des Kultusministeriums Baden-Württemberg die Lehrerdeputate zurückgeführt und alle Schüler gemeinsam in einer sogenannten Familienklasse zu unterrichten sind. Fehlzeiten durch Fortbildung und Krankheit müssten von Lehrkräften der Schule Menzingen ausgeglichen werden, was dort wiederum zu Engpässen führen würde. Eine Lehrkraft, die aufgrund ihrer Ausbildung und Erfahrung befähigt ist eine solche Familienklasse zu unterrichten, konnte bisher nach Aussage des Staatlichen Schulamtes nicht gefunden werden. Eine Aufstockung der Deputate scheidet wegen des derzeit herrschenden Lehrermangels aus.

Nach dieser Ausgangslage sieht das Staatliche Schulamt keine Möglichkeit, den Unterricht am Standort Landshausen im kommenden Schuljahr mit dem gewünschten Lernerfolg aufrecht zu erhalten und schlägt vor, die Kinder aus Landshausen am Standort Menzingen in die dort bestehenden Klassen zu integrieren. Ob dies das endgültige Aus für die Schule Landshausen bedeutet, blieb offen.

In der anschließenden Diskussion gingen verschiedene Vorschläge ein, wie die Schule Landshausen in ihrem Bestand stabilisiert werden könnte. Etwa durch das Angebot einer ganztägigen Betreuung oder durch Aufnahme von Schülern aus dem benachbarten Rohrbach, die derzeit nach Eppingen fahren. Auch ein Sponsoring für die Schule und ehrenamtlicher Einsatz wurden angeboten. Da die Vorschläge kurzfristig nicht geprüft und umgesetzt werden können, wird für das kommende Schuljahr die eingangs dargestellte Lösung greifen. Die Zukunft der Grundschule Landshausen ist weiterhin in der Diskussion.