Aktuelles zu Verkehr und Infrastruktur

Schnellbahntrasse Oberacker (2011)Verkehrsprobleme und deren Lösungsansätze beschäftigen schon seit Jahren Stadtverwaltung, Gemeinderat und Bevölkerung. Mit der Aufstellung des Verkehrsentwicklungsplanes 2001 wurde ein Konzept zur verkehrlichen Entwicklung von Kraichtal erarbeitet, das sich vornehmlich an den Straßenbaulastträger, Land Baden-Württemberg und Landkreis Karlsruhe, wendet.

Um den am stärksten verkehrsbelasteten Stadtteil Unteröwisheim zu entlasten, erschien zunächst als zeitlich am schnellsten realisierbare Maßnahme der Bau einer Ortsentlastungsstraße in Verantwortung der Kommune mit Fördergeldern des Landes. Sie sollte primär den örtlichen Verkehr aufnehmen und ihn außerhalb der Ortsmitte ableiten. Nach den Zuschussrichtlinien muss eine solche Straße ortsnah geführt und möglichst an mehreren Stellen mit den Ortsstraßen verknüpft werden. Allerdings zeigte eine „Machbarkeitsstudie“ 2008, dass sowohl eine Nord- als auch eine Südumgehung erhebliche Probleme mit sich bringt.

Auch eine Ortsumgehung im Zuge der Umverlegung der L 554 von Unteröwisheim und Ubstadt zu Lasten des Landes Baden-Württemberg wurde angedacht, erscheint allerdings nach umfangreichen Recherchen derzeit für schwer umsetzbar.

Der aktuelle Stand

Eine Weiterführung der B 35 als Nordumfahrung von Bruchsal über Ubstadt-Weiher, Kraichtal bis nach Bretten als „große Lösung“ steht seit geraumer Zeit wieder zur Beratung und Diskussion – unter schwierigen Bedingungen. Nachdem im Juli 2012 ein „Verkehrsforum Kraichtal“ von den Freien Wählern Kraichtal initiiert und in Zusammenarbeit mit der CDU Kraichtal organisiert wurde und tagte, gab es im November 2012 eine „Regionale Verkehrskonferenz“ im Rathaus Kraichtal unter Beteiligung der Kommunen Bruchsal, Bretten, Kraichtal und Ubstadt-Weiher, des Regionalverbandes Mittlerer Oberrhein sowie des Regierungspräsidiums und Landratsamtes Karlsruhe.

Die erste Regionale Verkehrskonferenz am 27.11.2012 bei der Stadt Kraichtal erbrachte eine offene Diskussion über die bestehenden regionalen Verkehrsprobleme und angedachte Lösungen hierzu. Wie vereinbart, wandte sich im Nachgang zu dieser Sitzung das Regierungspräsidium an das Landesministerium für Verkehr und Infrastruktur in Stuttgart, um insbesondere die Chancen der Aufnahme einer weiträumigen Umfahrung von Kraichtal im Zuge einer Bundesstraße in den Bundesverkehrswegeplan zu besprechen.

Das Ergebnis der Verhandlungen wurde den beteiligten Kommunen mit Schreiben des Regierungspräsidiums Karlsruhe vom 10.12.2012 mitgeteilt. Der Gemeinderat der Stadt Kraichtal wurde in öffentlicher Sitzung am 12.12.2012 von diesem Schreiben informiert. Trotz dieses negativen Antwortschreibens werden wir an diesem schwierigen Thema weiterarbeiten und nach Lösungen suchen.

Auch der Arbeitskreis „Verkehr Unteröwisheim“ hat in mehreren Sitzungen Maßnahmen zur innerörtlichen Verkehrsoptimierung in Unteröwisheim erarbeitet, die nach mittlerweile erfolgter Abstimmung mit den beteiligten Fachbehörden im Herbst 2012 dem Gemeinderat und der Öffentlichkeit vorgestellt wurden und schrittweise umgesetzt werden.

Größere Kartenansicht

Mittlerweile konnte als Sofortmaßnahme auf der Ortsdurchfahrt von Wirtschaft Unteröwisheim eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 km/h erwirkt und umgesetzt werden. Doch verkehrliche „Zukunftsbaustellen“, die sich momentan in Bearbeitung befinden, gibt es einige:

  • Die Ortsumfahrung Oberacker im mich Zuge der K 3503 mit Anbindung der Gewerbegebiete Gochsheim und Münzesheim
  • Die Ortsentlastungsstraße Menzingen
  • Der Minikreisel in Gochsheim am südlichen Ortseingang und der Ausbau der L 554 und L 618 bis zum Ortsende

Sobald es Neuigkeiten zu diesen Projekten gibt, werde ich diese auch hier in meinem Blog behandeln.

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