Kraichtal (TJ). Nach einer gut besuchten Bürgersprechstunde im Rathaus Kraichtal in Münzesheim traf sich FDP-Bundestagsabgeordneter Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) zum Antrittsbesuch am 23.01.2018 mit Bürgermeister Ulrich Hintermayer (CDU). Dabei informierte der Bürgermeister über aktuelle Themen der Kommunalpolitik der Stadt Kraichtal mit ihren neun Stadtteilen. Besonders wichtig sind Ulrich Hintermayer die angespannte Verkehrssituation seiner Stadt und die digitale Infrastruktur. Die Region Karlsruhe sieht Christian Jung in diesem Zusammenhang auf einen Verkehrsinfarkt zusteuern. Der FDP-Politiker setzt deshalb bei der Bruchsaler B35-Ostumfahrung auf eine Tunnellösung nach dem Vorbild von Ettlingen und Schriesheim, in die auch die Umlandkommunen, wie Kraichtal, planerisch eingebunden werden müssten.

„Kraichtal muss in diese Verkehrsplanung mit einbezogen werden, damit der Berufs- und Umfahrungsverkehr nicht weiter die teils sehr engen Ortsdurchfahrten blockiert und schneller abfließen kann,“ sagte der liberale Bundestagsabgeordnete, der die Freien Demokraten im Bundestagsausschuss für Verkehr und Digitale Infrastruktur vertritt. Diese Planung sei jahrzehntelang verschlafen worden (Stichwort: Bau der Schnellfahrstrecke Mannheim-Stuttgart) und werde die Region künftig weiter stark belasten. Allen Akteuren sei bewusst, dass so ein Projekt nicht von heute auf morgen umgesetzt werden könne, doch man müsse endlich damit beginnen. Hintermayer und Jung sind sich deshalb einig, dass Kraichtal in eine „Große Lösung“ der B35-Ostumfahrung mit Tunnelelementen einbezogen werden muss.

Ebenfalls wurde der Ausbau der digitalen Infrastruktur angesprochen. Bürgermeister Hintermayer sprach hier seinen Dank an die Verantwortlichen des Landkreises aus, die den Breitband-Ausbau ermöglichen, doch er mahnte auch, dass Gewerbe und Bevölkerung abwandern würden, wenn der flächendeckende Glasfaser-Ausbau noch lange auf sich warten ließe. Christian Jung vertritt in diesem Zusammenhang die Ansicht, dass man die Kommunen und Landkreise nicht mit dieser Aufgabe und den Kosten alleine lassen dürfe. Dies sei eine Aufgabe, welche der Bund mit ausreichend Fördermitteln unterstützen müsse.

 

 

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