Kreis Karlsruhe. In regelmäßigen Abständen bereist der Kreistag den Landkreis, um sich über wichtige Themen bzw. im Vorfeld weitreichender Entscheidungen ein Bild über die Situation vor Ort zu machen. Am Donnerstag, 22.09.2016, führte die Reise unter Führung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel zunächst nach Karlsbad-Langensteinbach. In der Ludwig-Guttmann-Schule wurden die über 30 teilnehmenden Kreisrätinnen und Kreisräte zunächst über die Arbeit des sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrums informiert und besichtigten anschließend die laufenden umfangreichen Bauarbeiten zur Verbesserung des Brandschutzes. 2,2 Mio. € investiert der Kreis in diese Maßnahme, die unter anderem den Bau von Rettungsstegen beinhaltet.

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In Bruchsal stand die Zukunft der Straßenmeistereien im Mittelpunkt. Die Kreisräte erfuhren aus erster Hand über die Arbeit der Straßenwärter, die über das ganze Jahr hindurch für den ordnungsgemäßen Zustand der 760 km Straßen verantwortlich sind und im Winterdienst vor ganz besondere Herausforderungen gestellt sind. Im Fokus stand jedoch die Zukunft des Straßenbetriebsdienstes. Dabei ging es um Fragen, wie sich die Straßenmeistereien mit ihren drei – mittlerweile in die Jahre gekommenen – Stützpunkten in Bruchsal, Bretten und Ettlingen im Hinblick auf die rationelle Betriebsabläufe am besten aufstellen. Vorgestellt wurde eine detaillierte Anaylse, die in verschiedene Handlungsalternativen mündete.

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In Bretten wurde zunächst der Rohbau der Rechbergklinik besichtigt. Die Kreisrätinnen und Kreisräte nahmen mit, dass die Bauarbeiten im Zeit- und Kostenrahmen liegen und am 18. November Richtfest gefeiert wird. Der weitere Ausbau des 50-Millionen-Euro-Projekts erfolgt dann im Jahr 2017.

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Breiten Raum nahm auch das Thema der Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen ein. Besichtigt wurde auf dem Gelände „An der Schießmauer“ die bestehende Gemeinschaftsunterkunft, der Neubau einer weiteren Unterkunft sowie ein Kombimodell, das flexibel sowohl als Gemeinschaftsunterkunft wie auch für die Anschlussunterbringung genutzt werden kann. Es bestand die Möglichkeit, mit dem Betreuungspersonal ebenso ins Gespräch zu kommen wie mit Bewohnern. Auch über die Arbeit des DRK-Arztmobils, das im Rahmen eines Pilotprojektes verschiedene Flüchtlingsunterkünfte anfährt, wurde berichtet.

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In den beruflichen Schulen Bretten hatten die Kreisräte dann die Gelegenheit, in zwei Klassen unterschiedlicher Leistungsstufen dem Deutschunterricht für Flüchtlinge beizuwohnen. Drei beim Landkreis beschäftigte sogenannte „Kümmerinnen“ berichteten über ihre Netzwerkarbeit, um jungen Flüchtlingen Praktikas und Arbeitsgelegenheiten zu vermitteln und auf der anderen Seite auch die Bedürfnisse der Arbeitgeber in die Flüchtlingsarbeit mit einzubringen. 74 Praktikas wurden auf diese Weise vermittelt. Sieben junge Menschen konnten in eine reguläre Ausbildung gebracht werden. Daneben informierten sich die Besucher in den beruflichen Schulen Bretten über die gerade abgeschlossenen Arbeiten zur Brandschutzertüchtigung sowie über die neue Ausstattung im Technikraum, die im Hinblick auf „Industrie 4.0“ Maßstäbe setzt und modernste Ausbildung auf höchstem Niveau gewährleistet.

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